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Was zum Teufel sind Gothics?!

vom Autor psychoflash ;
geraldpeterseil@aon.at


Als ob es nicht schon schlimm genug wäre, dass die Bars, Straßen, Einkaufshäuser und Sexshops von Ravern und Hip-Hoppern bevölkert sind.

Nun setzt sich auch noch ein neuer Trend immer mehr durch:
Gothic, was nichts anderes heißt als Gotik, aber das darf man unter keinen Umständen sagen, da sie widerlich steif darauf beharren, dass der Stil Gothic ("Gohffikk" für die Anglizismen ablehnenden Brüder unter uns) genannt wird.
Genauso verhält es sich mit Zwillingen, die völlig gleich aussehen, denselben Haarschnitt haben, sich vielleicht auch noch gleich anziehen aber darauf beharren, mit dem richtigen Namen angesprochen zu werden.

Also, wie sieht ein zukünftiges Opfer einer schwarzen Messe nun aus, da wäre mal das obligatorische Schwarz. Schwarzer Mantel, schwarze Hose, schwarze Socken, schwarze Unterhose, schwarzer BH oder was auch immer, die Haare ebenfalls meistens schwarz, genauso wie die Lippen und der Bereich um die Augen.

Damit die Sache nicht zu eintönig wird und ein Kontrast entsteht, erstrahlt das Gesicht in einem Weiß, dass sogar Ray Charles blenden würde. Unter drei Baggerschaufeln Puder geht kein echter Gothic aus dem Haus. Das die monatlichen Puder-Kosten das Gehalt eines durchschnittlich begabten Bauarbeiters übersteigen, wird locker hingenommen. Den Tick mit dem Puder haben zumindest nicht alle, diejenigen die keinen benutzen, haben dafür panische Angst vor der Sonne (siehe Michael Jackson), da die Bräunung ja das natürliche Weiß der Haut zerstören würde.

Diese Grufties, von denen die weiblichen übrigens oft mit Dominas in Verbindung gebracht werden, haben dann noch um den Hals diverse Ketten mit dubiosen Pentagramm-Anhängern oder ähnlichem Zeug, manche davon so spitz und scharf, dass der Tod, den sie alle auf irgendeine Weise verehren, durch eine ungeschickte Bewegung beim Klogehen sehr rasch eintreten könnte.

So das wären mal die zentralen Punkte über das Aussehen der Gothic-People.

Jetzt fragt ihr euch sicher, was machen diese furchterregenden Gestalten den ganzen Tag über?
Ok, ok, ihr fragt euch das wahrscheinlich nicht, weil es euch egal ist, weil ihr nicht lesen könnt oder weil ihr selber einer seid, aber ich erzähls euch trotzdem:

Zur Schule oder ähnliches geht ein Grufty schon einmal aus Prinzip nicht, denn da würde man ja für das Leben lernen, und nicht für den Tod.
(jaja, ich weiß, in der Schule lernt man viel, nur nicht für das Leben bla bla bla ...).
Also beginnt der Tag einmal mit einer dezenten, ruhigen und gemütlichen Morgenopferung.
Dazu eignet sich alles, was dem Grufty zwischen die Finger kommt, vom Lieblingshamster Herbert über die Hauskatze Muschi zum alten und gebrechlichen Nachbarn.
Nachdem ein kleiner niedlicher Holzpflock durch das Herz des Opfers gestoßen wurde, beginnt der lustige Teil. Nun schmiert sich der Grufty mit dem Blut ein, sozusagen als Alternativprodukt zur Hautcreme. Nachdem sich dann der Gothic das Blut fein säuberlich mit Hundepisse abgewaschen hat, wird die in der Morgenopferung begonnene Körperpflege fortgesetzt. In einem Schrank, der die Ausmaße vom ehemaligen World Trade Center hat, sind die Schminkutensilien verstaut. Die bestehen meistens aus:
• 23 Familienpackungen Puder
• 14 schwarzen Lippenstiften
• 7 schwarzen Haarfärbemitteln
• 34 schwarzen Nagellack
• 4 Eimern Kuhscheisse, und
• 2 mittelgroßen Gefäßen mit Sekrementen toter Tiere

Nachdem 3 Stunden später die Schminkprozedur beendet ist und sich der Grufty mit schwarzen Gewändern umgeben hat, wird das Wetter geprüft. Bei Sonnenschein darf ein Grufty auf keinen Fall nach draußen gehen, er könnte ja zu Staub zerfallen. Gestärkt durch das Fleisch des Morgenopfers, dass sehr penibel und köstlich zubereitet wurde, folgt nun ein ausführliches Studium des Satansbuches. Dieser schwer verdauliche Stoff wird durch sporadisches Lesen von Totenanzeigen und Unfallberichten aus der Tageszeitung aufgelockert.
So viel zur Bildung.

Doch auch ein Grufty braucht sozialen Kontakt. Mit dem noch immer nicht abbezahlten Leichenwagen fährt er also entweder zu einem nächstbesten Freund, zum Friedhof (um den schon im Alter von 14 Jahren gekauften Grabplatz inklusive Grabstein zu bewundern) oder ins Altersheim. Ein Grufty verehrt nämlich alte Leute, da sie dem Tod am nächsten stehen, Rentner sind sozusagen neben Pseudokünstlern wie Marilyn Manson oder HIM Idole für sie.

Erst am Abend entfaltet sich das aufregende Leben eines Gruftys. Ab ca. 6 Uhr abends beginnen die Vorbereitungen für die tägliche Schwarze Messe.
Zu allererst benötigen sie einmal ein großes Feuer, das dafür notwendige Holz müssen arme kleine Waisenkinder zusammentragen, die sie bereits am Nachmittag
aus einem Heim entführt haben. Nachdem das Lagerfeuer in Pentagrammform angezündet worden ist, und sich alle darum versammelt haben, richtet der Obergrufty sein Wort an die Untergebenen. Alle hören gespannt seinen obskuren Visionen zu, verstehen zwar kein Wort von dem was der da oben schwafelt, ist ihnen aber auch egal, Hauptsache es wird wieder mal jemand geopfert.

Besonders dramatisch wird es, wenn ein neues Mitglied im Kreis der Totenwandler aufgenommen werden soll. Dieser muss sozusagen als erste Mutprobe ein besonderes Opfer darbringen, ein enges Familienmitlgied.
Da kommt dann immer Freude auf wenn die Mutter versucht mit "Ich habe dich doch auf die Welt gesetzt, dich gestillt, dir ein schönes Leben bereitet, und jetzt tust du mir das an?" ihre Haut zu retten. Um das schöne dramatische Ereignis auszuweiten, wird das Familienmitglied nicht wie üblich mit einem Holzpflock getötet, sondern jeder schneidet sich ein Stück vom lebenden Opfer ab und brät es über dem Feuer, außer der Anführer, der nämlich so cool ist, dass er das Fleisch roh isst und es mit frischen Blut hinunterspült.

Darauf kiffen oder saufen sie sich dann noch nieder, heulen den Mond an oder das was sie im Delirium als Mond zu sehen glauben und überlegen, wann sie endlich den schon längst überfälligen Massensuizid begehen.



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